Deutscher Alpenverein und Coburger Kletterzentrum Deutscher Alpenverein Kletterzentrum Coburg

Coburger Hütte II - Grundsteinlegung am 5. Juni 2010

Auf Serpentinenpfaden zum Hüttenglück

08.06.2010, 08:17 Uhr

 




Coburg/Ehrwald - Die "Kitschpostkarte" gibt es wirklich, nur erlebt man einen so tollen Blick in natura als Balsam für die Seele und mit höchstem Genuss. Die Rede ist vom Panorama der traumhaft gelegenen Coburger Hütte. Dieses Kleinod der Sektion Coburg im Deutschen Alpenverein auf fast 2000 Metern Höhe wird jedes Jahr von sieben- bis zehntausend Tagesgästen genutzt und verzeichnet fast 3500 Übernachtungen.

"Es vergeht fast kein Wochenende ohne Besucher aus Coburg", betont Sektionsvorsitzender Thomas Engel. Von dort starten viele Alpinisten und Wanderer Touren durch die Berge, deren Wege von engagierten Sektionsmitglieder gekennzeichnet und teilweise sehr gut gesichert wurden, so dass für jeden Schwierigkeitsgrad etwas dabei ist.

Ein Naturerlebnis, das auch von Familien mit kleineren Kindern gemeistert werden kann, ist der Aufstieg zur Hütte. Er beginnt für die meisten mit der Ehrwalder Bergbahn und setzt sich mit einem dreistündigen Fußmarsch fort. Nach knapp zwei Stunden macht man Rast an der Seebener Alm. Dann nimmt man die schwierigste Hürde, den serpentinenartigen Hüttengang. Auf der Coburger Hütte angekommen, wird man mit dem Rundblick auf eine einmalige Bergkulisse belohnt: im Tal liegt der türkise Seebensee und mehrere Gipfel bilden das Panorama, unter anderem die Zugspitze. Rund um die Coburger Hütte gibt es viele Plätze, die natürlich an Sonnentagen besonders begehrt sind. Das Hüttenteam von Friedel Schranz bietet eine für Bergverhältnisse umfassende Speisekarte. Wer übernachtet, ist besonders begeistert von den Hüttenabenden, wenn der DAV-Hüttenreferent Ralf Faass und DAV-Hüttenwart Ralph Ströhla zu den Instrumenten greifen und mit ihrem Gesang für Stimmung sorgen.

Davon konnten sich jüngst auch Coburgs Oberbürgermeister Norbert Kastner und sein Fahrer Kai Bartlau überzeugen. Allerdings verlor der OB bei Aufstieg zur Hütte ordentlich an Profil: seine beiden Schuhsohlen lösten sich komplett. Doch er nahm es mit Humor und wurde vom Hüttenwirt mit Schnaps und Weißbier für den Aufstieg belohnt. Von der Freundlichkeit der Coburger DAV-Mitglieder und der Gemütlichkeit war er so angetan, dass er am nächsten Tag den Aufnahmeantrag ausfüllte. Sektionsvorsitzender Thomas Engel überreichte ihm im Rahmen der Grundsteinlegung für den Hüttenanbau ein paar neue Schuhe. ah

Weitere Infos unter www.coburgerhuette.at.

Besucher sind begeistert von den Hüttenabenden, wenn Hüttenreferent Ralf Faass und Hüttenwart Ralph Ströhla zu den Instrumenten greifen und mit ihrem Gesang für Stimmung sorgen.