
Von Andreas Herzog
Coburg/Ehrwald - Bei einem echten "Gipfeltreffen" wurde am Samstag der Grundstein für die höchste Baustelle der Vestestadt gelegt: für den Erweiterungsbau der Coburger Hütte auf 1920 Metern Höhe. Fast 50 Coburger waren bei diesem Ereignis mit dabei, unter ihnen Oberbürgermeister Norbert Kastner.
Der Vorsitzende der Sektion Coburg des Deutschen Alpenvereins, Thomas Engel, begrüßte außerdem die Bürgermeister von Mieming und Ehrwald sowie den Obmann der ÖAV-Sektion Ehrwald, Peter Spielmann.
"Der DAV macht die 1901 erbaute und mehrfach erweiterte Hütte mit der Investition von 650 000 Euro fit für die Zukunft", sagte Engel. Finanziert wird das vom Rossacher Architekt Roland Schultheiß geplante Bauwerk je ungefähr zur Hälfte aus Eigenmitteln des Vereins und aus Fördermitteln des Hauptvereins in München. Zehn Prozent des Gesamtbetrages kommen von der Stadt Coburg. Nachdem bereits im vergangenen Jahr die Energieversorgung mit Blockheizkraftwerk, Wechselrichter, Batterieverband und Photovoltaikanlage auf ein effizientes und umweltfreundliches Niveau gebracht wurde, geht es nun weiter. Neue Zimmer für das Personal werden gebaut, es entstehen neue Sanitärräume mit je einer Dusche für Damen und Herren, ebenso Trockenraum mit Schuhschrank. Das "I-Tüpfelchen" werde laut Engel ein Seminarraum mit 35 Quadratmetern. Somit könnten auf der Coburger Hütte auch Bergsteigerkurse durchgeführt oder für andere Gruppen angenommen werden. Außerdem bestünde die Möglichkeit, diesen für Kinder größerer Familiengruppen bei schlechtem Wetter zu nutzen. Ziel ist es, die Baumaßnahmen bis zum 110-jährigen Bestehen der Hütte im August 2011 abzuschließen.
Oberbürgermeister Norbert Kastner zeigte sich in seinen Grußworten begeistert von dem "wunderschönen Fleckchen Erde, dem südlichsten Vorposten der Vestestadt". Das Vorhaben sei ein wahrhaft großes Vorhaben der Sektion, das er begrüße. Kastners Lob galt den Vorständen der vergangenen Jahrzehnte und dem Hüttenwirt Friedel Schranz, der seit 19 Jahren die Gäste betreut.
Die enormen Synergieeffekte bei der Anziehung von Besuchern lobten die Bürgermeister von Mieming, Dr. Franz Dengg, und der Bürgermeister von Ehrwald, Martin Hohenegg.
Das Ehrenmitglied der DAV-Sektion Coburg, Heinz Engel, nutzte die Gelegenheit, weitere Erkenntnisse zur Geschichte der Hütte zu präsentieren. Er übergab Ordner mit Originalkopien an die drei Bürgermeister. Anschließend füllten Baureferent Roland Schultheiß, Architekt und Bauleiter Jürgen Bauer aus Garmisch und Siegfried Förtsch von der Firma Elsner aus Meeder (er wird die Klempnerarbeiten durchführen), die Grundsteinschatulle. Sie wurde an Hüttenwirt Friedel Schranz überreicht, der sich mit Baubeginn um deren Einbringung kümmern wird.
Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau der Coburger Hütte beim "Gipfeltreffen" auf 1920 Metern. Mit dabei war auch Coburgs OB Norbert Kastner.
Baumaßnahme | Die 110 Jahre alte Hütte des Alpenvereins bei Ehrwald wird erweitert. Die Kosten in Höhe von etwa 650 000 Euro teilen sich DAV-Sektion, Hauptverein und Stadt Coburg.
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