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Die bayerische Jugendmeisterschaft im Sportklettern wird in drei Wettkämpfen, den sogenannten Rockgames, ausgetragen. Der erste fand letzten Samstag in Coburg statt und es wurde toller Sport mit echter Hochspannung geboten.
Coburg - Insgesamt waren über 100 Teilnehmer am Start. Die Wettbewerbe sind in vier Altersklassen eingeteilt. Zunächst werden in zwei Qualifikations-Routen jeweils sechs Finalteilnehmer bestimmt, die dann die Entscheidung unter sich ausmachen.
Schon die Kleinsten bei der Jugend C (Jahrgang 1997/98) mussten sich in der ersten Quali-Route mit dem Schwierigkeitsgrad 8- auseinander setzen, ein Niveau für das in der Regel auch talentierte Erwachsene regelmäßig und intensiv trainieren müssen. Die zweite Quali-Route war noch mal schwieriger und für die beiden Coburgerinnen auch noch zu anspruchsvoll. Für Leonie Wagner und Emily Schenk reichte es nicht zur Finalteilnahme, sie belegten die Plätze acht und 15.
Auch Sofie Paulus in der weiblichen Jugend B (Jahrgang 1995/96) blieb mit Platz acht knapp hinter den Finalplätzen. Noch vor einer Woche bei den bayerischen Boulder-Meisterschaften hatte sie dieses Ziel erreicht.
In der männlichen Jugend B kam es wie schon in der Vorwoche zu einem hochklassigen und spektakulärem Zweikampf zwischen Florian Wientkes aus München und Joachim Tensing aus Coburg. Die beiden starteten unmittelbar hintereinander in das extrem harte Finale (10-), die Spannung war nicht zu überbieten. Beide kletterten souverän durch den Wandteil der Route, an dem alle anderen Teilnehmer schon gescheitert waren und kämpften sich bis ans Ende des weit ausladenden Dachs. Die Entscheidung zugunsten von Florian war denkbar knapp, er konnte den vorletzten Griff der Route kurz festhalten, während Joachim den gleichen Punkt nur noch berührte.
Welchen hohen Stellenwert der Leistung der beiden beizumessen ist, zeigte sich in der Folge bei den älteren Startern, die dasselbe Finale kletterten. Kein anderer Teilnehmer der Jugend A und der Junioren erreichte das Niveau der beiden Protagonisten der Jugend B.
Eine weitere Top-Leistung von Coburger Seite lieferte Max Dorscht (Jugend A, Jahrgang 1993/94), der es bis ins Dach der besagten Route schaffte und überraschend Zweiter wurde.
Auch hier war es sehr knapp und spannend. Der Drittplatzierte war im Finale exakt genauso weit und Max hielt den zweiten Platz letztlich wegen seiner tollen Leistung in der ersten Quali-Route, die er toppen konnte. Der spätere Sieger Max Zwicklbauer aus München kam zwar im Dach am Ende weiter als Max, war aber zuvor mehrfach an der Sturz-Grenze.
In der weiblichen Jugend A kletterte Steffi Paulus ins Finale, trotz längerer Trainingspause in den letzten Wochen. Sie zeigte eine tolle Vorstellung und meisterte den Wandteil des Finales mit großem Kampfgeist, aber auch mit der nötigen Ruhe und Übersicht. Diese Leistung wurde mit dem vierten Platz belohnt.
Das schöne Gesamtergebnis der Coburger komplettierte Jan Carlsen mit einem dritten Platz bei den Junioren. Von den elf Coburger Startern erreichten vier das Finale und drei einen Podiumsplatz. Die Vorzeichen für die verbleibenden Wettkämpfe in Ingolstadt und Rosenheim könnten nicht besser sein. kk
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